Merger: Out of the crisis and into a new home
A merger is imminent — and it is not clear whether our customer’s division can find a new home.
In Meetings – egal ob virtuell oder im Office – wird über Projekte, Prozesse und Gott weiß was gesprochen, aber echte Verständigung findet bei diesen Anlässen kaum statt. Was ich jedoch beobachte: parallele Monologe. Menschen sprechen engagiert und klug. Jede® bringt seine Sicht ein. Aber je länger die Veranstaltung dauert, desto seltener nehmen Debattenbeiträge Bezug auf vorangegangene Positionen. Kaum jemand hört noch wirklich zu, geschweige denn, dass man auf die Perspektiven anderer eingeht. Dafür eine ständige Wiederholung einzelner Aspekte und Positionen. Die Folge: Um sich bei nachlassender Aufmerksamkeit in der Gruppe überhaupt noch Gehör zu verschaffen, werden Standpunkte immer stärker zugespitzt. Die Tonlage wird stetig vehementer und lauter.
In dieser festgefahrenen Situation entsteht selten etwas Neues, Konstruktives. Hier liegt das eigentliche Problem. Im Zeitalter der Dauer-Krisen stehen Organisationen vor der Herausforderung, dass sie mit den bekannten Instrumenten nicht mehr zu funktionierenden Lösungen kommen. Aber für kreative Ideen und Gedanken braucht es eine gute Verbindung zueinander. Innovationen entstehen nicht durch Wiederholung. Sie entstehen, indem unterschiedliche Perspektiven untereinander ausgetauscht werden und miteinander positiv konkurrieren. Dazu braucht es Offenheit und die Absprache, dass nicht jeder und jede sofort meint, DIE Lösung zu haben. Statt absolute Wahrheit für sich zu reklamieren, geht es darum, Facetten eines Problems gemeinsam zu erkunden.
Dazu kommt eine geradezu toxische Meeting-Kultur. Seminarteilnehmer:innen beklagen sich oft bei mir, dass es keine Agenda für Meetings gibt, keine fest vorgegebene Dauer. Es finden Treffen aus einem institutionalisierten Ritus heraus statt. Um sich zu zeigen, um Anwesenheit zu dokumentieren, Dynamik vorzutäuschen, wo häufig Stillstand und Inhaltslosigkeit vorherrschen.
Reflexionsfragen:
- Wann hast Du zuletzt in einem Gespräch wirklich den Gedanken eines anderen zugehört und Deinen Beitrag darauf aufgebaut? Und nicht nur Deinen eigenen wiederholt?
- Wie ist es Dir dabei ergangen?
Meine Mini-Übung für den Alltag:
- Versuche in Deinem nächsten Meeting, bewusst einen Satz zu beginnen mit: „Ich knüpfe an das an, was Du gesagt hast…“ und entwickle den Gedanken weiter – selbst, wenn er nicht ganz und gar Deiner ursprünglichen Meinung entspricht. Und dann schau mal, welche Dynamik sich entwickelt.