Cookie Consent by Free Privacy Policy Generator website Kirsten Schrick – Merger: Out of the crisis and into a new home
Merger: Out of the crisis and into a new home

Merger: Out of the crisis and into a new home

A merg­er is immi­nent — and it is not clear whether our cus­tomer’s divi­sion can find a new home.

In Meet­ings – egal ob virtuell oder im Office – wird über Pro­jek­te, Prozesse und Gott weiß was gesprochen, aber echte Ver­ständi­gung find­et bei diesen Anlässen kaum statt. Was ich jedoch beobachte: par­al­lele Monologe. Men­schen sprechen engagiert und klug. Jede® bringt seine Sicht ein. Aber je länger die Ver­anstal­tung dauert, desto sel­tener nehmen Debat­ten­beiträge Bezug auf vor­ange­gan­gene Posi­tio­nen. Kaum jemand hört noch wirk­lich zu, geschweige denn, dass man auf die Per­spek­tiv­en ander­er einge­ht. Dafür eine ständi­ge Wieder­hol­ung einzel­ner Aspek­te und Posi­tio­nen. Die Folge: Um sich bei nach­lassender Aufmerk­samkeit in der Gruppe über­haupt noch Gehör zu ver­schaf­fen, wer­den Stand­punk­te immer stärk­er zuge­spitzt. Die Ton­lage wird stetig vehe­menter und lauter.

In dieser fest­ge­fahre­nen Sit­u­a­tion entste­ht sel­ten etwas Neues, Kon­struk­tives. Hier liegt das eigentliche Prob­lem. Im Zeital­ter der Dauer-Krisen ste­hen Organ­i­sa­tio­nen vor der Her­aus­forderung, dass sie mit den bekan­nten Instru­menten nicht mehr zu funk­tion­ieren­den Lösun­gen kom­men. Aber für kreative Ideen und Gedanken braucht es eine gute Verbindung zueinan­der. Inno­va­tio­nen entste­hen nicht durch Wieder­hol­ung. Sie entste­hen, indem unter­schiedliche Per­spek­tiv­en untere­inan­der aus­ge­tauscht wer­den und miteinan­der pos­i­tiv konkur­ri­eren. Dazu braucht es Offen­heit und die Absprache, dass nicht jed­er und jede sofort meint, DIE Lösung zu haben. Statt absolute Wahrheit für sich zu reklamieren, geht es darum, Facetten eines Prob­lems gemein­sam zu erkunden.

Dazu kommt eine ger­adezu tox­is­che Meet­ing-Kul­tur. Seminarteilnehmer:innen bekla­gen sich oft bei mir, dass es keine Agen­da für Meet­ings gibt, keine fest vorgegebene Dauer. Es find­en Tre­f­fen aus einem insti­tu­tion­al­isierten Rit­us her­aus statt. Um sich zu zeigen, um Anwe­sen­heit zu doku­men­tieren, Dynamik vorzutäuschen, wo häu­fig Still­stand und Inhalt­slosigkeit vorherrschen.

Reflex­ions­fra­gen:

  • Wann hast Du zulet­zt in einem Gespräch wirk­lich den Gedanken eines anderen zuge­hört und Deinen Beitrag darauf aufge­baut? Und nicht nur Deinen eige­nen wiederholt?
  • Wie ist es Dir dabei ergangen?

Meine Mini-Übung für den Alltag: 

  • Ver­suche in Deinem näch­sten Meet­ing, bewusst einen Satz zu begin­nen mit: Ich knüpfe an das an, was Du gesagt hast…“ und entwick­le den Gedanken weit­er – selb­st, wenn er nicht ganz und gar Dein­er ursprünglichen Mei­n­ung entspricht. Und dann schau mal, welche Dynamik sich entwickelt.