Merger: Out of the crisis and into a new home
A merger is imminent — and it is not clear whether our customer’s division can find a new home.
Diese Boxen kennen nur einen Referenzpunkt: das eigene Weltbild. Die Boxen sind dann beschriftet mit Schildchen wie etwa “richtig” oder “falsch”, “interessant” oder “unwichtig”.
Diese Ebene des Hörens nennt Otto Scharmer, Ökonom und Aktionsforscher am Massachusetts Institute of Technology in Cambridge „Downloading“. Wir hören – aber im Grunde vergleichen wir nur die Aussagen des Gegenübers mit unserer Perspektive. Das, was gesagt wird, läuft durch unseren inneren Filter: „Kenne ich.“, „Sehe ich anders.“, „Habe ich schon erlebt.“. Das Neue wird sofort eingeordnet. Und oft auch vorschnell verworfen. Diese Form des Zuhörens gibt uns Sicherheit, gleichermaßen hält sie uns aber im bereits Bekannten fest.
Durch solche Etikettierungen sind viele Gespräche im Grunde beendet, bevor sie begonnen haben. Was dabei verloren geht, ist nicht nur der Inhalt. Was verloren geht, ist zuallererst der Mensch hinter der Aussage. Denn jede Äußerung hat einen Ursprung. Sie entsteht aus einer Lebensgeschichte, aus Erfahrungen, aus Bedürfnissen, aus Gefühlen, die für diesen Menschen Sinn machen und damit Bedeutung haben. Wenn Du diese Tatsachen ausblendest, hörst Du nur Worte.
Aber Du verstehst sie nicht, weil der Absender/die Absenderin in mit seiner/ihrer Welt in Deiner Wahrnehmung verschwindet. Damit wird jede wertvolle Begegnung im Keim erstickt.
Vielleicht ist im ersten kleinen Schritt folgendes zu tun: Nicht sofort reagieren und antworten. Ich empfehle: Bleibt für einen Moment ruhig und neugierig auf den anderen Menschen.
Was bewegt ihn oder sie, so zu sprechen? Was sehe ich noch nicht? Was hat sie oder er erlebt, was hinter dem Gesagten steckt? Zuhören ist in diesem Sinne keine Technik. Sie ist eine Entscheidung. Eine Entscheidung, sich berühren zu lassen – auch von dem, was einem fremd ist und damit widersprüchliche Gefühle auslösen könnte.
Stelle Dir eine Reflexionsfrage:
- Wann hast Du zuletzt wirklich zugehört, ohne innerlich schon eine Antwort zu formulieren?
Meine Mini-Übung für den Alltag:
- Nimm Dir heute in einem Gespräch bewusst vor, den/die andere(n) ausreden zu lassen – und stelle danach nur eine einzige Frage: „Was ist Dir an Deinen Gedanken besonders wichtig?“ Und dann wartest Du gespannt auf die Antwort und gehst auf Entdeckungsreise.