Merger: Out of the crisis and into a new home
A merger is imminent — and it is not clear whether our customer’s division can find a new home.
Zuhören heißt, Raum geben.
- Raum, in dem jemand denkt.
- Raum, in dem sich etwas entwickelt.
- Raum, in dem nicht sofort bewertet wird.
Und das bedeutet ganz praktisch: Schweigen. Und nochmals schweigen. Und stattdessen Zuhören. Führungskräfte sollten in Meetings nicht mehr als 30 Prozent sprechen. Hören ist als Softskill kein Selbstläufer. Er braucht Disziplin und Konsequenz.
Führungskräfte, fällt mir auf, werden jedoch weiterhin überwiegend nach einem sehr klaren Muster rekrutiert: Wer immer etwas zu sagen hat, wer präsent ist, wer den Raum füllt, setzt sich durch. Die Lauten haben einen Vorteil. Das funktioniert im Auswahlprozess und später im Alltag. Aber Führung zeigt sich nicht darin, wer spricht. Führung wirkt nur dann nachhaltig, wenn man auch andere überhaupt zu Wort kommen lässt.
Diese Gesprächskultur steht häufig im Widerspruch zu dem, was viele Führungskräfte als implizierte Anforderung an sich erleben:
- Sofort eine Lösung zu präsentieren.
- Sich als Expertin/Experte zu zeigen.
- Unter steigendem Druck, sichtbar zu sein.
- Sich durchzusetzen.
Führungskräfte, die nicht jeden rhetorischen Raum dominieren und ihre eigene Meinung nicht permanent in den Vordergrund stellen, schaffen oft etwas anderes:
- Mitarbeitende übernehmen mehr Verantwortung.
- Sie denken selbstständiger.
- Sie bringen sich kreativ ein.
Introvertierte Führungskräfte sind nämlich sehr aufmerksame Zuhörer:innen. Dadurch sind sie empfänglicher für externe Vorschläge. Bei einem introvertierten Führungsstil bestehen größere Spielräume für die Mitarbeitenden, eigene Ideen zu entwickeln. Und die Chancen, dass die Ideen gesehen und aufgenommen werden, sind größer. Auch bei Entscheidungsprozessen ist die Perspektive von Introvertierten wertvoll. Diese Persönlichkeiten beziehen mehr Informationen ein, um Probleme zu analysieren und zu lösen. Das führt dazu, dass sie oft mehr Zeit brauchen, aber grundsätzlich weniger riskante Entscheidungen treffen
Ältere Studien kommen zu dem Ergebnis, dass ein introvertierter Führungsstil bei Mitarbeitenden, die Eigeninitiative zeigen, zu besseren Ergebnissen führt. Introvertierte fühlen sich von selbstständigen Kolleg:innen seltener bedroht. Ihnen geht es weniger darum, selbst im Mittelpunkt zu stehen, sondern darum, in Kooperation mit anderen das beste Ergebnis zu erzielen.
Was heißt das für die Praxis?
Vielleicht bei der Auswahl von Führungskräften genauer hinschauen: Nicht entweder laut oder leise. Sondern: präsent und entscheidungsfähig sein. Und in der Lage, Raum zu geben. Denn am Ende entscheidet nicht, wer am meisten und lautesten spricht. Sondern wer es schafft, dass andere wirksam werden.