Cookie Consent by Free Privacy Policy Generator website Kirsten Schrick – Merger: Out of the crisis and into a new home
Merger: Out of the crisis and into a new home

Merger: Out of the crisis and into a new home

A merg­er is immi­nent — and it is not clear whether our cus­tomer’s divi­sion can find a new home.

Zuhören heißt, Raum geben.

  • Raum, in dem jemand denkt.
  • Raum, in dem sich etwas entwickelt.
  • Raum, in dem nicht sofort bew­ertet wird.

Und das bedeutet ganz prak­tisch: Schweigen. Und nochmals schweigen. Und stattdessen Zuhören. Führungskräfte soll­ten in Meet­ings nicht mehr als 30 Prozent sprechen. Hören ist als Soft­skill kein Selb­stläufer. Er braucht Diszi­plin und Konsequenz.

Führungskräfte, fällt mir auf, wer­den jedoch weit­er­hin über­wiegend nach einem sehr klaren Muster rekru­tiert: Wer immer etwas zu sagen hat, wer präsent ist, wer den Raum füllt, set­zt sich durch. Die Laut­en haben einen Vorteil. Das funk­tion­iert im Auswahl­prozess und später im All­t­ag. Aber Führung zeigt sich nicht darin, wer spricht. Führung wirkt nur dann nach­haltig, wenn man auch andere über­haupt zu Wort kom­men lässt. 

Diese Gespräch­skul­tur ste­ht häu­fig im Wider­spruch zu dem, was viele Führungskräfte als implizierte Anforderung an sich erleben:

  • Sofort eine Lösung zu präsentieren.
  • Sich als Expertin/​Experte zu zeigen.
  • Unter steigen­dem Druck, sicht­bar zu sein.
  • Sich durchzuset­zen.

Führungskräfte, die nicht jeden rhetorischen Raum dominieren und ihre eigene Mei­n­ung nicht per­ma­nent in den Vorder­grund stellen, schaf­fen oft etwas anderes:

  • Mitar­bei­t­ende übernehmen mehr Verantwortung.
  • Sie denken selbstständiger.
  • Sie brin­gen sich kreativ ein.

Intro­vertierte Führungskräfte sind näm­lich sehr aufmerk­same Zuhörer:innen. Dadurch sind sie empfänglich­er für externe Vorschläge. Bei einem intro­vertierten Führungsstil beste­hen größere Spiel­räume für die Mitar­bei­t­en­den, eigene Ideen zu entwick­eln. Und die Chan­cen, dass die Ideen gese­hen und aufgenom­men wer­den, sind größer. Auch bei Entschei­dung­sprozessen ist die Per­spek­tive von Intro­vertierten wertvoll. Diese Per­sön­lichkeit­en beziehen mehr Infor­ma­tio­nen ein, um Prob­leme zu analysieren und zu lösen. Das führt dazu, dass sie oft mehr Zeit brauchen, aber grund­sät­zlich weniger riskante Entschei­dun­gen treffen 

Ältere Stu­di­en kom­men zu dem Ergeb­nis, dass ein intro­vertiert­er Führungsstil bei Mitar­bei­t­en­den, die Eigenini­tia­tive zeigen, zu besseren Ergeb­nis­sen führt. Intro­vertierte fühlen sich von selb­st­ständi­gen Kolleg:innen sel­tener bedro­ht. Ihnen geht es weniger darum, selb­st im Mit­telpunkt zu ste­hen, son­dern darum, in Koop­er­a­tion mit anderen das beste Ergeb­nis zu erzielen.

Was heißt das für die Praxis? 

Vielle­icht bei der Auswahl von Führungskräften genauer hin­schauen: Nicht entwed­er laut oder leise. Son­dern: präsent und entschei­dungs­fähig sein. Und in der Lage, Raum zu geben. Denn am Ende entschei­det nicht, wer am meis­ten und lautesten spricht. Son­dern wer es schafft, dass andere wirk­sam werden.